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Schwarz-Grüne Corona-Matura: Eine Bilanz

03.06.2020, Beitrag in:
 
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Ein Schüler und Maturant zieht Bilanz über ein außergewöhnliches Schulsemester und die heurige Matura.

Die Schule soll ja bekanntlich auf das Leben vorbereiten. Nicht verwunderlich also, wenn gerade Bildungseinrichtungen jene Orte geworden sind, in denen diese Regierung ihren Hang zur Absurdität ganz gesondert zum Ausdruck bringt.

Nach Wochen der Rat- und Planlosigkeit verkündete Bildungsminister Faßmann Mitte April die Durchführung einer alternativen Reifeprüfung, die sich dem virulenten Zeitgeist anpassen sollte. Eine Matura ohne Diskussion der Abschlussarbeiten oder mündliche Leistungsfeststellung. Eine Matura, die von ihren Kandidaten erstmals kein rhetorisches Geschick, keine eloquente Schlagfertigkeit und keine reife Selbstpräsentation verlangt. Eine Matura, deren erleichterte Benotung lediglich auf schriftlicher Basis erfolgt.

Nun liegen erste Erfahrungswerte dieser süffisant betitelten „Matura-Light“ auf dem Tisch. Der Einfluss der Jahresnote auf die Klausurbeurteilung zeigte seine annehmbare Wirkung. Da wird beim einen Schüler am Ende des Tages eine Note dazu addiert, beim anderen Schüler eben wieder weggerechnet; wieder andere sehen dadurch erst gar nicht die Notwendigkeit gegeben, auch nur einen Punkt auf den verlockend leeren Fragenbogen zu setzen. Weder Scham noch Skrupel zu zeigen, das schwarz-grüne Auffangnetz zweckentbunden zu durchschneiden – das ist Reife, das ist Anstand, das darf mit einer positiven Reifeprüfung belohnt werden! Darf es das? Wo doch gerade jetzt klare Signale des Fleißes, der Einsatzbereitschaft und des individuellen Engagements so unverzichtbar wären? Post-coronaler Müßiggang wird schlussendlich die falsche Gangart sein, um das Land aus der Krise zu steuern!

Warum eigentlich „Corona“ als Ausrede missbrauchen, um möglichst viele Kandidaten durch die Endprüfungen rutschen zu lassen? Selbst jene Prüflinge, die – mit oder ohne Krone – ihren ersten Antritt versemmeln würden, haben in Österreichs bemerkenswertem Bildungssystem doch wenige Wochen später ohnehin die Möglichkeit, die ungenügende Note in Form der Kompensationsprüfung auszubessern. Selbst jene Kandidaten, die auch diese Chance nicht nutzen, können im September ohne Verzögerung ihres Studienbeginns einen erneuten Antrittstermin wahrnehmen. Und selbst jene Kandidaten, denen auch diese Gehhilfe noch immer nicht passt, dürfen auch danach ein ausgleichendes Examen beanspruchen. Vier Möglichkeiten also, die österreichische Reifeprüfung zu absolvieren. Eine davon müsste wohl passend sein. Der springende Punkt ist nämlich, dass sich diese Regierung ja selbst keinen Gefallen tut. Die Dekadenz des nationalen Bildungsniveaus bremst sich nach der Schulzeit schließlich nicht von selbst ein. Im Gegenteil – sie wird auf unsere Hochschulen weitergetragen und breitet sich dort ungeniert aus.

Der schwarz-grüne Maskenwahn wurde aber auch bei der heurigen Matura einmal mehr zum tristen Symbol einer neu verpassten „Bildungsnormalität“: Während der schützende Stoff den todbringenden Virus auf Gängen, Korridoren und Sekretariaten offenbar gewissenhaft abprallen lässt, werden die Masken im Prüfungsraum schier plötzlich obsolet. Da reicht das stündlich gekippte Fenster offenbar aus, um die akute Gefahr zu bändigen. Und für diese siebensekündliche Bekämpfungsstrategie wirft man dann gleich noch 60 Minuten an zusätzlicher Prüfungsdauer nach. Aber mehr noch – während der Bildungsminister die maximale Klassengröße auf 18 Schüler festlegt, ist dies für sämtliche Abschlussklassen simultan außer Kraft gesetzt gewesen.

Freilich soll Politik nicht nur Kritik üben, freilich muss sie auch Lösungen präsentieren. Und mannigfaltig bessere Lösungen hätte es gegeben: Man hätte den Schülern eines der sechs Klausurfächer streichen lassen – und somit den opferfordernden Stolperstein Mathematik umgehen – können. Man hätte die letzten ohnehin umfangreichen Schularbeiten der schriftlichen Maturafächer als ausreichende Leistungsfeststellung betrachten können – und somit voll und ganz auf eine ohnehin viel essentiellere mündliche Darbietung des Gelernten bestanden. Oder man hätte es gleich sein gelassen. Weil’s bei diesem verkorksten Modell der Zentralmatura schlussendlich „eh wurscht“ ist.

Anm.: Bei dem Titelbild handelt es sich um ein Beispielbild, bezogen von der Plattform www.pixabay.com

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Kalenderblatt Datum: 3. Juni 2020
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